{"id":2912,"date":"2022-10-05T14:46:56","date_gmt":"2022-10-05T13:46:56","guid":{"rendered":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/?p=2912"},"modified":"2023-09-21T21:26:44","modified_gmt":"2023-09-21T20:26:44","slug":"ook-ontslag-van-statutair-bestuurder-is-aan-regels-gebonden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/ook-ontslag-van-statutair-bestuurder-is-aan-regels-gebonden\/","title":{"rendered":"Auch die Abberufung eines gesetzlichen Direktors unterliegt Regeln!"},"content":{"rendered":"<p><em>Gew\u00e4hrung einer angemessenen Verg\u00fctung in H\u00f6he von 125.000 \u20ac f\u00fcr den Direktor<\/em><\/p>\n<p>Diese Woche ein Fall 'aus dem eigenen Stall': Wir, Monique Spee und Martine van Krieken-Boersma, unterst\u00fctzten einen satzungsgem\u00e4\u00dfen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, dessen Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber ohne triftigen Grund gek\u00fcndigt worden war. F\u00fcr unseren Mandant sind wir vor Gericht gegangen - mit Erfolg!<\/p>\n<p><strong>Was waren die Fakten?<\/strong><\/p>\n<p>Der Arbeitnehmer war seit dem 6. Januar 2020 f\u00fcr den Arbeitgeber, eine Stiftung im Bereich erneuerbare Energien, t\u00e4tig. Am 10. Dezember 2020 wurde der Mitarbeiter zum satzungsm\u00e4\u00dfigen Direktor ernannt. Leider schien es, um es vorsichtig auszudr\u00fccken, in der Organisation des Arbeitgebers nicht in Ordnung zu sein. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer hatte also - wenig \u00fcberraschend - schon nach kurzer Zeit die n\u00f6tigen Vorg\u00e4nger.<\/p>\n<p>Wie ein Blitz aus heiterem Himmel wurde dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer mitgeteilt, dass man nicht l\u00e4nger mit ihm zusammenarbeiten wolle. In der Aktion\u00e4rsversammlung vom 18. Januar 2022 wurde der Direktor entlassen. \u00c4u\u00dferst merkw\u00fcrdig, da w\u00e4hrend des Arbeitsverh\u00e4ltnisses keine (bekannten und dokumentierten) Leistungs- oder Beurteilungsgespr\u00e4che stattgefunden hatten.<\/p>\n<p>Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung stellt die satzungsgem\u00e4\u00dfe Entlassung eines Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers durch die Aktion\u00e4rsversammlung unmittelbar auch eine arbeitsrechtliche Entlassung dar. Dieser Arbeitgeber musste daher keinen K\u00fcndigungsantrag beim Amtsgericht beantragen; nach Beachtung der geltenden K\u00fcndigungsfrist endet der Arbeitsvertrag.<\/p>\n<p>Wir haben daher im Namen des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers vor Gericht einen Antrag auf Gew\u00e4hrung einer angemessenen Entsch\u00e4digung gestellt, da der Arbeitgeber ein schweres Fehlverhalten begangen hat. Denn: Ein vern\u00fcnftiger Grund f\u00fcr die Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses lag \u00fcberhaupt nicht vor.<\/p>\n<p><strong>Urteil des Gerichts<\/strong><\/p>\n<p>Das Gericht verwies auf die Rechtsprechung, aus der hervorgeht, dass auch ein satzungsgem\u00e4\u00dfer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer den gleichen Schutz wie ein \"normaler\" Arbeitnehmer genie\u00dft, wenn es um die Frage geht, ob eine K\u00fcndigung ohne triftigen Grund dem entlassenen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer einen Anspruch auf eine angemessene Verg\u00fctung gibt. Es ist also nicht so, wie der Arbeitgeber f\u00e4lschlicherweise behauptet, dass die betriebsbedingte K\u00fcndigung des Arbeitgebers sofort einen ausreichenden h-Grund (den sogenannten \"Restgrund\") darstellt!<\/p>\n<p>Nach Ansicht des Gerichts gibt es keinen vern\u00fcnftigen Grund f\u00fcr eine Entlassung. Auch im Falle eines gesetzlichen Direktors muss der Arbeitgeber mitteilen, wenn er mit der Leistung des Direktors unzufrieden ist. Um es mit den Worten des Gerichts zu sagen: Auch ein satzungsgem\u00e4\u00dfer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer muss \"den entgegenkommenden Zug kommen sehen\".<\/p>\n<p>Das Gericht vertrat auch die Auffassung, dass die Anforderungen (im Vergleich zu einem \"normalen\" Arbeitnehmer) zwar etwas geringer sein m\u00f6gen, in diesem Fall aber keinerlei Verbesserungsprozess stattgefunden hat. Die Absicht, den Direktor zu entlassen, wurde lautstark kundgetan, und das ist in hohem Ma\u00dfe dem Arbeitgeber anzulasten, so das Gericht.<\/p>\n<p><strong>Schlussfolgerung<\/strong><\/p>\n<p>Dies l\u00e4sst den Schluss zu, dass dieser Arbeitgeber den Arbeitsvertrag ohne triftigen Grund gek\u00fcndigt hat, was ein schweres Verschulden darstellt. Unter Berufung auf die bekannte Rechtsprechung zur gerechten Entsch\u00e4digung sprach das Gericht 125.000 \u20ac zu. Ein gro\u00dfartiges Ergebnis f\u00fcr unseren Kunden.<\/p>\n<p class=\"translation-block\">Das gesamte Urteil k\u00f6nnen Sie <a href=\"https:\/\/uitspraken.rechtspraak.nl\/#!\/details?id=ECLI:NL:RBAMS:2023:3862\" target=\"_self\">hier<\/a> nachlesen.<\/p>\n<p>Sind Sie ein satzungsgem\u00e4\u00dfer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und befinden Sie sich in einer \u00e4hnlichen Situation? Oder sind Sie Arbeitgeber oder Arbeitnehmer und haben Fragen zu K\u00fcndigung, Funktionsst\u00f6rung, schwerem Verschulden oder anderen arbeitsrechtlichen Themen? Bei SPEE Rechtsanw\u00e4lte &amp; Mediation sind Sie an der richtigen Adresse.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Toekenning van billijke vergoeding van \u20ac 125.000,- aan directeur. Deze week een zaak \u2018uit eigen stal\u2019: wij, Monique Spee en Martine van Krieken-Boersma, stonden een statutair bestuurder bij van wie de arbeidsovereenkomst zonder redelijke grond was opgezegd door de werkgever. 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