{"id":1774,"date":"2018-02-02T12:10:48","date_gmt":"2018-02-02T11:10:48","guid":{"rendered":"https:\/\/043test.nl\/?p=1774"},"modified":"2023-09-21T21:24:57","modified_gmt":"2023-09-21T20:24:57","slug":"loondoorbetaling-door-de-werkgever-bij-ontslagname-door-een-zieke-werknemer-burn-out","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/loondoorbetaling-door-de-werkgever-bij-ontslagname-door-een-zieke-werknemer-burn-out\/","title":{"rendered":"Kranker Arbeitnehmmer (burn-out) k\u00fcndigt; Arbeitsgeber soll Lohne durchzahlen!"},"content":{"rendered":"<p>Wenn ein Arbeitnehmer k\u00fcndigt, endet die Anstellung normalerweise. Die Abwicklung des Arbeitsvertrages erfolgt in der Regel reibungslos. Aber manchmal bedauert der Arbeitnehmer sp\u00e4ter seine Entscheidung, und kommt darauf zur\u00fcck und bittet dann um Lohnfortzahlung.<\/p>\n<p>Das ging weiter in einem Fall, in dem eine Arbeitnehmerin, die k\u00e4mpfte mit einen burn-out, k\u00fcndigte. Sp\u00e4ter bedauerte die Arbeitnehmerin ihre K\u00fcndigung. Der Anwalt der Arbeitnehmerin forderte daraufhin die Aufhebung der Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses und verlangte die Zahlung des Lohnes. Dies wird dann in Erster Instanz vor dem Amtsgericht und sp\u00e4ter in der Berufung beim Berufs Gericht Arnhem-Leeuwarden verhandelt.<\/p>\n<p>Das die Arbeitnehmerin gek\u00fcndigt hat, da ist keine Zweifel \u00fcber m\u00f6glich. Aber das Argument von der Arbeitnehmerin bestand darin, dass sie zu dem Zeitpunkt, das sie gek\u00fcndigt hat, nicht in der Lage war, ihren Willen zu bestimmen, weil sie unter dem Einfluss einer vor\u00fcbergehenden psychischen St\u00f6rung gehandelt hatte.<\/p>\n<p>Symptome die mit einem burn-out oder einer Depression verbunden sein k\u00f6nnen, sind beispielweise ein Interessenverlust, eine verminderte Denkf\u00e4higkeit usw. Bei dieser Kombination von Symptomen k\u00f6nnen Entscheidungen genommen werden, deren Konsequenzen nicht \u00fcbersehen werden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus kann der Interessenverlust zu einer Gleichg\u00fcltigkeit bei der Entscheidungsfindung f\u00fchren.<\/p>\n<p>In dem Ausmass, in dem Ihr Arbeitgeber zu der Zeit die Aussagen der Arbeitnehmerin verstanden hat und dies auch als K\u00fcndigung ansehen k\u00f6nnte, darf der Arbeitgeber die Arbeitnehmerin letztlich nicht entlassen. In diesem Fall w\u00fcrde nicht nachgewiesen, dass der Arbeitgeber infolge der K\u00fcndigung durch die Arbeitnehmerin einen erheblichen Nachteil erlitten hat.<\/p>\n<p>Der Richter muss dann beurteilen, ob es plausibel ist, dass die geistigen F\u00e4higkeiten der Arbeitnehmerin zum Zeitpunkt der K\u00fcndigung tats\u00e4chlich gest\u00f6rt wahren; und ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen der St\u00f6rung und der K\u00fcndigung gibt. Ein solcher Kausalzusammenhang liegt nach dem Gesetz dann vor, wenn der Rechtsakt der sich auf die St\u00f6rung beziehenden Person, in diesem Fall die Arbeitnehmerin, schadet. Der Richter entschied, dass die K\u00fcndigung in diesem Fall von der Arbeitnehmerin nachteilig ist, da sie aufgrund des Ausscheidens keine Kranken- oder Arbeitslosengeld erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Die Frage bleibt daher, ob die Arbeitnehmerin zum Zeitpunkt Ihrer K\u00fcndigung eine psychische St\u00f6rung erlitten hat. Das Gericht beantwortet diese Frage auf der Grundlage der folgenden Tatsachen und Umst\u00e4nde.<\/p>\n<p>Die Verfahren Dokumente zeigen, dass die Arbeitnehmerin seit einiger Zeit unter Stress- und Stressbeschwerden litt. Zwar gibt es keine (harte) medizinische Diagnose hinsichtlich des Gesundheitszustands der Arbeitnehmerin zum Zeitpunkt Ihrer K\u00fcndigung, aber f\u00fcr die Beurteilung, ob zu diesem Zeitpunkt eine psychische St\u00f6rung vorlag, ist dies nicht unbedingt erforderlich. Es geht darum, ob unter Ber\u00fccksichtigung alle Umstandes plausibel ist, dass die Arbeitnehmerin zum Zeitpunkt Ihres Ausscheidens an einer psychischen St\u00f6rung litt, die der F\u00e4higkeit Rechenschaft zu geben von der Tragweite und Konsequenzen der K\u00fcndigung beschr\u00e4nkt. Auf der Grundlage der verf\u00fcgbaren medizinische Informationen, die zeigen, dass die Arbeitnehmerin kurz nach ihrer K\u00fcndigung einen burn-out erlitt, zumindest eine Depression, urteilt der Richter, dass die Arbeitnehmerin zum Zeitpunkt Ihrer K\u00fcndigung an einer psychischen St\u00f6rung litt. Dies macht es hinreisend plausibel, dass Sie Ihre K\u00fcndigung unter dem Einfluss dieser St\u00f6rung vorgenommen hat und dass es nach dem Ma\u00dfstab der Angemessenheit und Fairness nicht akzeptabel ist, dass der Arbeitgeber die Arbeitnehmerin auf Ihrer K\u00fcndigung hinweist. Die Arbeitnehmerin hat sich daher zu Recht auf die Aufhebung ihrer K\u00fcndigung beruft. Dies bedeutet, dass der Arbeitsvertrag fortgef\u00fchrt wird und dass die Lohnforderung der Arbeitnehmerin zugewiesen wird.<\/p>\n<p>In unserer Praxis erhalten wir regelm\u00e4ssig Fragen von oder \u00fcber Arbeitnehmer, die k\u00e4mpften mit einem burn-out oder einer Depression, die gek\u00fcndigt haben. Der Fall, der das Berufs Gericht Arnhem-Leeuwarden zu beurteilen hatte, ist sicherlich nicht an sich.<\/p>\n<p>Wohlgemerkt: Die Vernichtung einer K\u00fcndigung kann nicht einfach so erfolgen, sondern h\u00e4ngt immer von den Umst\u00e4nden des Falls ab. Dar\u00fcber hinaus muss ein Arbeitnehmer seine Position immer mit medizinischen Dokumenten untermauern.<\/p>\n<p><u>Tipp f\u00fcr Arbeitnehmer:<\/u><\/p>\n<p>Haben Sie w\u00e4hrend eines Burn-outs oder einer Depression gek\u00fcndigt? Und bedauern Sie Ihre K\u00fcndigung? Sie m\u00fcssen wissen, dass es M\u00f6glichkeiten gibt, Ihre K\u00fcndigung r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Konsultieren Sie einen Fachanwalt f\u00fcr Arbeitsrecht, um Sie \u00fcber Ihre M\u00f6glichkeiten zu beraten, die K\u00fcndigung auf zu heben.<\/p>\n<p><u>Tipp f\u00fcr Arbeitsgeber:<\/u><\/p>\n<p>Wenn Ihr Arbeitnehmer k\u00fcndigt, w\u00e4hrend der Arbeitnehmer an einem burn-out oder einer Depression leidet, ist es ratsam zu untersuchen, ob der Arbeitnehmer tats\u00e4chlich kundigen wollte. Wie Sie das am besten machen k\u00f6nnen, wird von Fall zu Fall variieren. In jedem Fall ist es oft ratsam, dem Arbeitnehmer schriftlich zu best\u00e4tigen, dass er gek\u00fcndigt hat und dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis beendet wird und das der Arbeitnehmer auch auf m\u00f6glichen Risiken in bezug auf Leistungen bei Arbeitslosigkeit und\/oder Krankheit hinweist. Kontaktieren Sie immer Ihren Fachanwalt f\u00fcr Arbeitsrecht, um zu besprechen, ob zus\u00e4tzliche massnahmen notwendig ist und wie Sie am besten handeln kann.<\/p>\n<p>Haben Sie Fragen? Oder brauchen Sie eine Beratung? Nehmen Sie dann, ohne Verpflichtung, Kontakt auf mit unserer Fachanw\u00e4ltin f\u00fcr Arbeitsrecht. Wir helfen Sie gerne!<\/p>\n<p class=\"translation-block\"><a href=\"http:\/\/deeplink.rechtspraak.nl\/uitspraak?id=ECLI:NL:GHARL:2017:8460\" target=\"_self\">Hier<\/a> k\u00f6nnen Sie das vollst\u00e4ndige Urteil lesen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bij ontslagname door een werknemer eindigt het dienstverband normaal gesproken. Bij de afwikkeling van de arbeidsovereenkomst doen zich doorgaans geen problemen voor. Maar soms krijgt de werknemer later spijt van zijn beslissing: hij komt hierop terug en vordert vervolgens doorbetaling van het loon. Zo ging het in een zaak waarin een werkneemster die met een [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1501,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"iawp_total_views":3,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1774","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-euregiodesk"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1774","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1774"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1774\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2107,"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1774\/revisions\/2107"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1501"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1774"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1774"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/spee-advocaten.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}