Welche Kosten werden durch den Kindesunterhalt abgedeckt?

Wenn sich Eltern trennen, müssen Vereinbarungen über die Kosten der Pflege und Erziehung der Kinder getroffen werden. Es kann eine Diskussion zwischen den Eltern darüber geben, was genau an Kindesunterhalt zu zahlen ist. Wer soll z.B. die Kleidung kaufen, wenn die Kinder einen großen Teil der Zeit bei dem Elternteil verbringen, der Unterhalt zahlen muss?

Es steht den Eltern frei, eigene Vereinbarungen über die Aufteilung der verschiedenen Ausgaben für die Kinder zu treffen. Wenn Eltern sich die Betreuung teilen (Co-Elternschaft) oder gemeinsam für die Finanzen verantwortlich sein wollen, können sie zum Beispiel ein Kinderkonto einrichten, auf das beide Elternteile monatlich einen Betrag einzahlen und von dem bestimmte Ausgaben für die Kinder bezahlt werden. Eine solche Vereinbarung wird in einem Elternplan festgehalten, in dem es gut ist, zu beschreiben, welche Ausgaben von diesem Konto bezahlt werden - oder nicht.

Wenn die Eltern kein gemeinsames Kinderkonto wünschen oder der Beitrag vom Richter festgelegt wird, spricht man von Kindesunterhalt. Der Kindesunterhalt ist ein monatlicher Beitrag zu den Kosten für die Betreuung und Erziehung der minderjährigen Kinder. Der Kindesunterhalt wird von einem Elternteil an den primär betreuenden Elternteil gezahlt.

Eine Unterhaltsvereinbarung für Kinder geht davon aus, dass jeder Elternteil die täglichen Kosten für die Kinder trägt, wenn die Kinder bei ihm wohnen. Natürlich gibt es auch andere Kosten, die unabhängig davon sind, wo die Kinder untergebracht sind. Ausgangspunkt ist, dass der Elternteil, bei dem die Kinder ihren Hauptwohnsitz haben, und der oft auch den Unterhalt für die Kinder erhält, diese kosten bezahlt. Diese kosten werden auch als "wohnungsübergreifende Kosten" bezeichnet. Die Tageskosten werden auch als "Unterkunftskosten" bezeichnet.

Unterkunftskosten fallen für beide Elternteile an, wenn sie jeweils Zeit mit den Kindern verbringen. Wenn ein Elternteil Unterhalt an den anderen Elternteil zahlt, kann der zahlende Elternteil einen bestimmten Prozentsatz der Unterkunftskosten bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigen lassen. Dies wird als "Pflegerabatt" bezeichnet.

Besonders der Punkt "Kleidung" ist oft Gegenstand von Diskussionen, vor allem wenn die Kinder viel Zeit mit dem Elternteil verbringen, der Unterhalt zahlen muss. Der Unterhaltsempfänger fühlt sich oft nicht verpflichtet, vom Unterhalt Kleidung zu kaufen.

Im Jahr 2020 hat die “Expertgroep alimentatienormen”, eine Gruppe, die Empfehlungen auf dem Gebiet des Unterhalts für die Rechtspraxis ausspricht, den Punkt "Kleidung" in die Liste der Unterhaltskosten aufgenommen. Das bedeutet, dass die Kosten für Kleidung aus dem Kindesunterhalt bezahlt werden müssen, auch wenn ein Co-Elternteil vorhanden ist.

Wohnungsübergreifende Kosten sind:

  • Kleidung und Schuhwerk
  • Kosten für öffentliche Verkehrsmittel (in Verbindung mit der Schule)
  • Sportbeiträge, Sportgeräte, Sportbekleidung
  • Musikinstrumente
  • Abonnements (einschließlich Telefon)
  • Friseur
  • Schulgeld, Schulausflüge/Schulfahrt
  • Fahrrad
  • Nicht erstattete medizinische Kosten

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Und unterkunftskosten:

  • Essen
  • Trinken
  • Körperpflege
  • Kosten der Unterkunft
  • Ausflüge/Urlaub
  • Spielzeuge

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Richter und Parteien können im Einzelfall davon abweichen, in den meisten Fällen werden die Empfehlungen jedoch befolgt.

Es ist möglich, dass sich die Eltern auf eine andere Aufteilung der Kosten einigen. Um Diskussionen im Nachhinein zu vermeiden, ist es ratsam, in einem Elternschaftsplan festzulegen, welche Kosten zu den Kosten gehören, die die Residenzgrenze überschreiten.

Haben Sie mit Ihrem Ex-Partner eine Diskussion darüber, wer welche Kosten zu tragen hat oder über die Höhe des Kindesunterhalts? Muss ein Elternschaftssplan erstellt werden, der Vereinbarungen über die Kosten der Kinder enthält? Bitte wenden Sie sich an einen unserer Anwälte, der Sie in dieser Angelegenheit beraten kann. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

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